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Blyrtindur



Im kalten Nordosten der Welt liegt das sagenumwobene Eiland namens Blyrtindur. Der Name ist nur bekannt durch alte Legenden, Karten und Aufzeichnungen. Manch Seemann zog bereits aus, um den legendären Trollschatz ‚Gullfjall‘ zu bergen, eine nimmerleere Schatztruhe, die durch die Trolle den nordischen Göttern selbst gestohlen wurde. Ob dies die Wahrheit ist oder auch nur eine der Geschichten, mag wohl niemand sagen können. Denn bisher kehrte keiner von seiner Fahrt zurück, der darüber hätte berichten können. Blyrtindur hat seinen Namen auch durch Sage und Erzählung bekommen. Von ihrer Gestalt und ihren Bewohnern wissen wohl nur diejenigen, die das Glück oder Unglück hatten, dort zu stranden oder jene Völker, von denen man behauptet, dass sie Blyrtindur ihre Heimat nennen.

Natürlich von den Trollen selbst ist die Rede, uralte Wesen, die aus den Felsen des Landes selbst gewachsen sein sollen. Doch erzählt man sich auch von einem Volk, das ebenso alt ist wie die Trolle, aber vor langer Zeit aus einem anderen Land hierher gekommen sein soll. Die Rede ist von den Minotauren. Von großer Feindschaft zwischen den Trollen und Minotauren berichtet das Seemannsgarn.

Auch sollen hier die Kobolde und Klabautermänner ihren Ursprung haben. Wie aber zu erklären ist, warum man die Kobolde auch jenseits dieses Eilandes gesehen haben will, bleibt im Dunkeln. Es heißt, Blyrtindur sei entstanden durch die Erde selbst. In grauer Vorzeit hat sie sich erhoben, Feuer und Stein ausgespuckt und daraus Land geschaffen. Ein Land, das so düster und kalt, so sehr von Sagen und Geheimnissen umwoben, dass die Sehnsucht der Abenteurer wohl größer ist als ihre Weisheit. Denn manches ist nicht dazu bestimmt, entdeckt zu werden…

Vorgeschichte und Hintergrund

Der Krieg

Auf dem bretonischen Kontinent, doch ebenso in Samariq und Midgard, Heimat der Hun und der Nordmannen, wurde ein großer Krieg ausgefochten durch Mächte der Dunkelheit, geführt vom Meshiha Deghala gegen alle freien Völker dieser Kontinente. Es war ein Krieg um die kosmische Wahrheit, der in Samariq entschieden wurde. Doch der Meshiha Deghala, verkörpert durch den Bretonen Janus Theren, konnte entkommen an einen unbekannten Ort.

Geschlagen und besiegt zogen sich seine Kreaturen an die finsteren Orte zurück, woher sie gekommen waren. Die dritte Partei dieses Krieges, die Maschine, ein mechanisch-magisches Konstrukt mit Bewusstsein, hatte das Ziel, die freien Völker ihrer eigenen Art anzupassen, um das zu bekommen, was ihm fehlte: eine Seele.

Die Energie

In einem Kampf des Glaubens wurde die Maschine schließlich besiegt, indem sie sich selbst zerstörte: Sie erkannte, dass sie Leid über die Völker gebracht hatte. Die letzte Konsequenz war, sich selbst zu vernichten – um in diesem Schlussakt doch noch die eigene Seele zu entdecken und von aller Schuld frei zu sprechen. Nach dem Sieg über die Truppen des Meshiha und der Maschine war die Freude groß, denn der Krieg war vorüber. Nun konnte man mit Hilfe des Rosentempels, der den Elementen selbst geweiht war, auch das dritte Feld Akashas aktivieren, um die sogenannte Finsterschlucht, ein verdorbenes Land auf dem bretonischen Kontinent, zu heilen, wie auch das Volk der Chlai, das vor einigen Jahren zu diesem Zwecke seine Heimat verlassen hatte.

Die Aktivierung aber schlug fehl:
Der Schwarm, die Hand Amurs und ein kosmisches Prinzip des Ausgleiches, erschien und erklärte, dass die Energie der Maschine immer noch vorhanden sei. Sie hatte sich durch die Zerstörung auf die anwesenden Völker und ihre Krieger übertragen. Um eine dauerhafte Heilung und Rettung des gesamten Kontinentes zu gewährleisten, mussten diese Personen für immer ihre Heimat verlassen. Auch die anderen Kontinente, wo es Akashafelder gab, ebenso das Eiland des Rosentempels, waren keine Möglichkeit. So zog man aus zur See, alle gemeinsam, um eine neue Heimat zu finden.

Der Sturm und das Eiland

Weise Männer und Frauen sind sich heute einig, dass es die Hand des Schicksals war, die sich nach der Flotte ausgestreckt hatte: Ein riesiger Sturm kam auf. Schiffe wurden versenkt, Menschen fielen ins eiskalte Wasser, denn man trieb durch den Wind und die Wellen immer weiter gen Nordosten – bis nur noch wenige Schiffe an Land gespült wurden: an die Küsten von Blyrtindur.

Die Eiseskälte, die Berge und die eindeutigen Spuren zeigten, dass man nur an einem Ort sein konnte. An der Küste fand man unter den Wrackteilen einen Schrein, in dem Dokumente aufbewahrt wurden – geschrieben von jenen Seeleuten, die vor langer Zeit es geschafft hatten, Blyrtindur zu erreichen.

Von einem unüberwindbaren Malstrom ist die Rede, der das Eiland einschließt, von den Trollen und Minotauren, die sich hier einen erbitterten Krieg liefern. Von einer noch völlig unbekannten dritten Macht, der es vor Jahrhunderten gelungen sein soll, die Trolle aus ihrer Festung Trollheim zu vertreiben. Seitdem sind die Eingänge versiegelt – es heißt, Drachen und Riesen dienen den Eindringlingen und bewachen diese Mauern.

Doch was am meisten beunruhigt, stand auf dem letzten Pergament:
„Nur ein Volk wird den Malstrom überwinden. Wenn Gullfjall und Memystis gefunden, kann nur einer seinem Volke dienen. Bruder wird Bruder töten und ein Sohn den Vater. Wenn die Bestimmung sie hierher gebracht, dann ist ein Volk unter ihnen schon dabei, die anderen zu betrügen.“ Wer oder was Memystis ist, geht nicht hervor. Da diese Zeilen von einem Diener des Meeres stammen, die bekanntlich durch ihre Techniken in die Zukunft schauen können, scheint diese Weissagung glaubhaft zu sein. Misstrauen und Vorsicht führten dazu, dass die Neuankömmlinge sich trennten. Manche blieben zusammen, andere gingen allein – um zu überleben.

Der Status Quo

Nach der kurzfristigen Trennung errichteten die Völker einzelne Lager. Das erste Ziel ist das Überleben. Auf Blyrtindur finden sich daher zur Zeit folgende Gruppierungen:

* Nordmannen / Zwerge
* Bretonen / Nordmärker
* Elaya / Tirinaither
* Kelten / Wichte / Sylvaner
* Halboger
* Firbolg
* Hun
* Trolle / Kobolde
* Minotauren / Inconnu


Die Minotauren und Inconnu sind direkt mit den Trollen und Kobolden verfeindet. Halboger, wie auch Firbolg versuchen, jeweils allein ihr Glück zu finden, während die anderen zwar noch keine offen ausgesprochenen Feindschaften besitzen, jedoch Misstrauen und Vorsicht walten lassen. Elaya und Tirinaither suchen nach einer Lösung, das Problem für alle Völker zu lösen, während die Nordmannen und Zwerge gemeinsam ihre Verteidigung errichten wollen, um vorbereitet zu sein. Die Hun tun dies ebenfalls, wobei sie in direkter Nachbarschaft zu den Bretonen leben und mit ihnen Handel betreiben. Die Waldvölker haben sich zurück gezogen, um zusammen einen Weg zu finden, die Weissagung zu widerlegen. Die Bretonen und Nordmärker scheinen im Augenblick ihre Kraft eher auf das gemeinsame Überleben anzuwenden. Unter den Nordmärkern herrscht der Gedanke, sich vielleicht den Nordmannen anzuschließen. Bisher versuchte niemand, mit den Trollen oder Minotauren Kontakt aufzunehmen.

Blyrtindur

Das Eiland selbst besteht aus schneebedeckten Wäldern, Bergen und Gletschern. Es gibt nur wenige Teile, die nicht davon betroffen sind. Dort, wo Schnee liegt, herrscht im Winter tödliche Kälte, und selbst im Sommer steigen die Temperaturen kaum über 5 Grad Celsius. In den südlichen Gefilden ist es etwas milder, aber die warme Jahreszeit lässt auch dort keine Temperaturen über 8 Grad zu. Nachts herrschen Eis und Frost, gleich wo man sich befindet. Wer nicht ausreichend geschützt ist oder vorgesorgt hat, wird erfrieren. Es gibt keine Dörfer oder Städte, nur die Lager der Völker. Trollheim, eine riesige Bergfeste, gehört nicht mehr den Trollen und ist durch Unbekannte erobert und versiegelt. Die Festung der Minotauren liegt im tiefsten ewigen Eis verborgen. Das gesamte Eiland ist umgeben von Hvinur, dem Malstrom.

Die Namen der Orte

Die Lager der Völker tragen diese Namen:

Nordmannen: Furlund
Zwerge: Luedal
Bretonen / Nordmärker: Terra Brumalis
Elaya / Tirinaither: Yána
Kelten / Wichte / Sylvaner: Nei-Silvan
Halboger: Tepok’Nar
Firbolg: Ghaire
Hun: Samhir
Trolle / Kobolde: Trollund
Minotauren / Inconnu: Viburna
Valkyn: das Lager hat einen Namen, den Menschen nicht aussprechen können





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